Qualität an erster Stelle: So schaffen Sie in...
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Qualität an erster Stelle: So schaffen Sie in 5 Schritten die passende Unternehmenskultur

success.jpg Hat in Ihrem Unternehmen Qualität die oberste Priorität? Oder behaupten Kollegen, es sei wichtiger, Kosten, Produktionskapazität oder Umsatz den Vorrang zu geben?

Hier finden Sie Argumente, um Ihren Kollegen klarzumachen, dass Spitzenunternehmen Qualität an die erste Stelle setzen. Das ist kein Widerspruch dazu, dass Kosten und Ergebnisse eine wichtige Rolle spielen.

1. Schritt: Decken Sie Grundüberzeugungen auf, die die Qualitätsverbesserung behindern

Mehr oder weniger unbewusst glauben viele Fach- und Führungskräfte, dass es einen Widerspruch zwischen guter Qualität und wirtschaftlichem Arbeiten gibt. Die Grundannahme lautet bei vielen: Qualität wird durch nachträgliche Prüfung erreicht. Dabei wird der Soll-Zustand der Qualität mit einem Ist-Zustand der Produktion verglichen. Wenn Sie an die Kol- legen aus den Produktionsabteilungen denken, so handeln diese auch oft nach den folgenden Maximen:

  • Je mehr Arbeitsteilung, umso effizienter.
  • Kern der Produktion sind die Anlagen.
  • Fertigung möglichst in großen Mengen, um billiger zu produzieren.
  • Verbesserung und Rationalisierung ist die Aufgabe des Managements und der Führungskräfte.

Das Ziel aller Bemühungen: kurzfristige Effizienzsteigerung.
Doch Qualitätsbemühungen benötigen ein mittelfristiges Denken. Kurzfristig erfordert Qualität zusätzliche Ressourcen, die erst später wieder eingespart werden. Daher erleben Sie viel Widerstand gegen QM-Maßnahmen, denn die Grundüberzeugungen von Ihnen als Qualitätsmanager sind andere:

  • Sie denken in Prozessen, die über einzelne Abteilungen hinausgehen.
  • Sie sehen die Mitarbeiter als Kern der Wertschöpfung.
  • Sie wollen nur das produzieren, was auch tatsächlich von den Kunden bestellt wurde.
  • Sie wissen, dass alle Mitarbeiter in die tägliche Verbesserung eingebunden werden müssen.

2. Schritt: Stellen Sie die gemeinsamen Ziele von QM und Führungskräften heraus

Wenn Sie wirklich Ihre Führungskräfte und Abteilungsleiter ins Boot holen wollen, müssen Sie die Annahme in den Köpfen auflösen, dass Qualität zulasten der Effizienz geht. Zeigen Sie, dass QM auch die Ziele der Führungskräfte unterstützt. Um erfolgreich zu sein, wollen Führungs- kräfte ihr Management z. B. dahin gehend verbessern, dass

  • die Arbeitsabläufe beschleunigt werden,
  • die Kunden noch besser zufriedengestellt werden,
  • die Flexibilität der Mitarbeiter steigt,
  • die Eigenverantwortung der Mitarbeiter für ihre Arbeit wächst. Genau das können die Abteilungsleiter und Manager mithilfe Ihrer 6 Qualitätsprinzipien erreichen.

3. Schritt: Stellen Sie die 6 Grundüberzeugungen des QM vor

Erfolgreiche Organisationen, die Qualität an die erste Stelle setzen, arbeiten nach den folgenden 6 Prinzipien, die Qualität und Effizienz verbinden:

1. Für eine effiziente Kundenorientierung müssen Entwicklung, Vertrieb und Produktion eng zusammenarbeiten.

2. Statt Massenproduktion müssen immer mehr Kleinserien nach speziellen Kundenwünschen angefertigt werden. Das erfordert schnelles und flexibles Reagieren der Mitarbeiter.

3. Jeder Produktionsbereich hat klare Ziele, wie er die Qualität und damit die Effizienz der Produktion verbessert, und arbeitet an der strategischen Umsetzung.

4. Die Qualität entsteht im Produktionsprozess und nicht durch nach- trägliche Prüfung. Daher bedeutet Qualitätssteigerung auch immer eine Effizienzsteigerung.

5. Die Produktionsteams arbeiten eigenständig und eigenverantwortlich und werden an den vereinbarten Zielen gemessen.

6. Die Mitarbeiter in der Produktion sorgen für die ständige effiziente Verbesserung von Standardabläufen, indem sie Rückmeldungen von Kunden und anderen Abteilungen nutzen, um Qualität und Effizienz zu steigern.

Wenn Sie in diesen Grundsätzen einen Konsens mit der Geschäftsleitung erreicht haben, dann haben Sie sie bereits überzeugt, dass Qualität auch zu Effizienz führt.

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