Kann ein Qualitätsmanager einen Bereich coach...
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Kann ein Qualitätsmanager einen Bereich coachen?

baubesprechung_3.jpg Sie sind seit knapp 10 Jahren als Konstruktionsleiter in einem mittelständischen Unternehmen der Kunst- stoffindustrie tätig. Ihre Konstrukteure wünschen sich wegen einer internen Umorganisation und der damit verbundenen Unzufriedenheit ein Coaching. Sie können Ihre Mitarbeiter fachlich gut betreuen, würden aber ein persönliches Coaching lieber durch den Qualitäts- manager durchführen lassen. Können Sie Ihren Kollegen dies zumuten?

Coaching in Unternehmen wird häufig aus dem Blickwinkel des Beraters eingesetzt. Dabei wirkt der Coach als Prozessberater zur Verbesserung der Prozessabläufe und Klärung der Aufgabenverteilung. Weiterhin hilft er bei der Verbesserung der Zusammenarbeit und der Reduzierung interner Reibungen. Durch seine abteilungsübergreifende prozessorientierte Sicht- weise hat der Qualitätsmanager gute Voraussetzungen, die Rolle des Prozessberaters und Konfliktmoderators zu übernehmen.

Eine wesentliche Coaching-Eigenschaft ist die Gelassenheit und Ruhe bei bestehenden Konflikten. Aber auch die Wachsamkeit gegenüber neuen potenziellen Konfliktherden ist sehr wichtig.

Erfahrene Qualitätsmanager können sicherlich in die Rolle eines Coaches gut hineinfinden und sich wohlfühlen. Doch sollten Sie bedenken, dass Sie Ihren Kollegen mit dieser Tätigkeit leicht überfordern können. Der Quali- tätsmanager kann z. B. leicht an seine Kapazitätsgrenzen kommen oder sich persönlich überfordert fühlen.

Der Qualitätsmanager hat häufig großes Interesse an Prozessabläufen, Unternehmensstrukturen und Menschen.

Fragen Sie Ihren Kollegen ganz offen. Er wird Ihnen sicherlich gerne eine ehrliche Antwort geben.

Matthias Rau

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