Die Grundlagen des Qualitätsmanagements...
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Die Grundlagen des Qualitätsmanagements

datenrechnung2.jpg Wenn Qualität zu einem entscheidenden Wettbe- werbsvorteil wird – und das ist gerade in der Technik zunehmend das Unterscheidungskriterium zwischen einzelnen Marken – dann lohnt die Einführ- ung eines systematischen Qualitätsmanagements. Der zunächst höhere Zeit- und Kostenaufwand rechnet sich schnell durch Kundenbindung und Neu-Kunden. Denn, wer
ist bereit, eine unzureichende Qualität zu tolerieren oder sich mit dem Durchschnitt zu begnügen, wenn es bessere Alternativen gibt? Was Qualitätsmanagement für Ihr Unternehmen bringen kann und wie Sie es erfolgreich umsetzen, zeigt Ihnen dieser Beitrag.

Mangelnde Qualität kann teuer werden

Abgesehen von Schadensersatz wie Regressforderungen, Produktrück- nahme, Verweigerung der Abnahme oder Zahlung gehen (weltweite) Imageschäden durch mangelnde Qualität eines Produktes schnell ins große Geld. Das musste etwa Mercedes publikumswirksam beim Elch-Test feststellen; aber auch alle anderen großen Autofirmen glänzten schon mit teuren Rückrufaktionen. Und es bleibt nicht bei den Automobilherstellern – die Bandbreite umfasst die gesamte Konsumenten-Produktpalette vom Reifenhersteller bis zur Babynahrung. Bei umfangreichen Software- produkten wird der Kaufpreis üblicherweise erst nach erfolgreicher Abnahme oder dem Einsatz über einen bestimmten Zeitraum bezahlt. Mangelnde Qualität kann die Einnahmen stark reduzieren.

Was wird in Ihrem Unternehmen zur Qualitätskontrolle gemacht?

• Statistische Überprüfungen und Fehlerbewertungen
• Prozessbegleitende Prüfungen (Zwischenprüfungen, Endabnahme)
• Prozessbegleitende Prüfungen (Zwischenprüfungen, Endabnahme)
• Überprüfung der Einhaltung einer Firmennorm

Fehler werden umso teurer, je später sie erkannt werden.

Ohne Endkontrolle verlässt vermutlich kein Produkt seinen Hersteller. In den 60er Jahren kam durch die Erkenntnis, dass späte Fehlererkennung wesentlich kostspieliger ist als rechtzeitige Beseitigung der Ursache, eine den Herstellungsprozess begleitende Prozesskontrolle auf.

Frank Bergheimer ist Geschäftsleiter in einer mittelständischen Software-Firma. Nun hat sich die Firma auf eine EU-Ausschreibung für ein Flugsicherungssoftware-Paket beworben. Fachlich kein Problem – Bergheimers Firma hat schon einige kleinere Projekte dieser Art erfolgreich gelöst. Nur ist in der Ausschreibung explizit gefordert, dass alle beteiligten Firmen ein Qualitätsmanagement vorweisen können, das vorgegebenen Kriterien genügt. Bisher führten die Entwickler nach eigenen Vorstellungen kurz vor der Auslieferung Tests durch und wenn dann bei der firmeninternen Vorführung alles mehr oder minder glatt lief, wurde die Software an den Kunden ausgeliefert. Schließlich kann der Kunde, wenn Fehler im Alltag auftreten, diese reklamieren. Eine Nachbesserung, so genannte Patches, oder eine neue Version sollte dann die Fehler beheben.

Die Endkontrolle als Fehlersuche und späte Nachbesserungen alleine führen vielleicht dazu, dass das Produkt im Endeffekt seinen Zweck mehr oder minder erfüllt. Es bleibt jedoch eine geflickte Lösung, die sich im Vergleich mit dem Wettbewerb sicher kein Renommee verdient und weder das Ansehen der Firma noch das des Produktes nachhaltig erhöht.

So begannen zunächst die großem Firmen, prozessbegleitende Qualitäts- systeme einzuführen, die bereits den Wareneingang nach vorher fest- gelegten Kriterien begutachten. Bei der Software-Entwicklung etwa zählt hierzu im übertragenen Sinn auch die Auswahl und Ausbildung der Programmierer. Damit können Sie Fehler oder Fehlentscheidungen bei noch niedrigen relativ Investitionskosten erkennen und beheben. Fachlich nennt sich die Kontrolle von Wareneingang, die Zwischenprüfungen und die Endprüfung eine Dreistufenkontrolle: IPC – In-Process-Control. Sie war Teil der bis Ende 2000 gültigen Normen ISO 9001 bis 9003.

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