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Welche Projekte lohnen sich 2011 am meisten für Sie? Portfolio-Management liefert die Antwort

chart_prognose_positiv.jpg Auf der letzten Messe haben Sie einen interessan- ten Partner aus der Energiebranche kennen gelernt, der ein gemeinsames Vertriebskonzept für Ihre optischen Technologien erarbeiten will. Der Schlüs- selkunde wünscht eine Neuentwicklung für Licht- leiter und Sie sollen dafür ein komplettes Marketing- konzept erstellen. Außerdem steht die Frage im Raum, ob eine Expansion in den US-Markt gewinnträchtig ist. Projekt- und Vertriebsteams stehen oft unter Druck, weil zu viele Projektideen auf einmal verfolgt werden. Bevor Sie also den nächsten Projektplan erstellen oder neue Vertriebs- aktivitäten in die Wege leiten, nehmen Sie sich ein bisschen Zeit, um die richtigen Prioritäten zu setzen.

Projektportfolios zeigen Ihnen Erfolgschancen

Einige Projekte klingen zunächst sehr erfolgversprechend und entpuppen sich dann als Verbraucher von Ressourcen ohne greifbare Gewinnaus- sichten. Mit Hilfe eines Portfoliomanagements bewerten Sie alle Projekt- ideen einheitlich auf der Basis der strategischen Unternehmensplanung.

Alle Projektideen lassen sich anhand der Dimensionen Kosten, Nutzen und Risiko bewerten und in die Unternehmensstrategie einbetten. Das ermög- licht Ihnen die Verknüpfung von strategischer Planung und operativem Geschäft.

1. Schritt: Welche Ziele sind die wichtigsten?

Wenn Sie aus der Vielzahl von Projektideen diejenigen Projekte ermitteln wollen, die am besten zu Ihrer Vertriebsstrategie passen, werden Sie zuerst die Unternehmensziele definieren. Verschiedene Hauptziele und untergeordnete Teilziele haben für Ihren Erfolg eine bestimmte Gewich- tung. Anhand dieser gewichteten Ziele können Sie den Zielbeitrag eines Projekts ableiten. Dies ermöglicht Ihnen einen objektiven Vergleich von Projekten, Vorhaben und Projektideen.

Die Prozentzahlen beziehen sich auf die Chancenbewertung eines konkreten Projekts (siehe Schritt 2).

Zielbeitrag für Projektidee X:
540 % / 28 = 19,3 %

Beispiel:
Ziele für das Jahr 2011Gewichtung:
1 unwichtig, 4 wichtig
Zielbeitrag Projektidee X
Finanzen
  •  Erlöse steigern
  •  Kosten senken

 

4

4

 

4x 10%

4x 30%

Kunde / Markt
  •  Kundenkontakte erhöhen
  •  Produktinnovation entwickeln
  •  Kundenzufriedenheit steigern

 

4

3

4

 

4x 10%

3x 0%

4x 40%

Learning / Development
  •  Prozess-Know-how erhöhen
  •  Wissen für alle Mitarbeiter verfügbar machen

 

2

3

 

2x 20%

3x 40%

Personalziele
 Krankenstand reduzieren
 Produktivität erhöhen

 

2

2

 

2x 0%

2x25%

Summe:28540

2. Schritt: Messen Sie die Chancen Ihres Projekts

Für jede Projektidee wollen Sie im Team den Zielbeitrag in konkreten Prozentzahlen vergleichen. Sie brauchen harte Zahlen, um das Verhältnis zwischen Kosten und Nutzen zu messen. Dabei helfen Ihnen die Key- Performance-Indikatoren – Schlüssel-Indikatoren, die den Erfolgsbeitrag messen. Lassen Sie für jede Projektidee eine Kurzbeschreibung anlegen nach dem folgenden Muster.

Anhand dieser Beschreibung können Sie nun entscheiden, in welchem Umfang die Projektziele zu den strategischen Vertriebs- und Unterneh- menszielen beitragen. Angenommen, das Projektziel ist erfolgreich, und der Schlüsselindikator wird erreicht, zu wie viel Prozent haben Sie dann die einzelnen Ziele aus Schritt 1 umgesetzt? Tragen Sie für jedes Teilziel einen Prozentwert ein. Multiplizieren Sie den Wert mit der Gewichtung des Teilziels. Addieren Sie den prozentualen Beitrag zu den Teilzielen und teilen Sie das Ergebnis durch die Summe der Gewichtungen (siehe Beispiel Schritt 1). Auf diese Weise erhalten Sie einen vergleichbaren Beitrag zur Zielerreichung aller Projektideen.

Berechnen Sie eine Kosten-Nutzen-Relation

Darüber hinaus erfassen Sie die zu erwartenden Kosten, Investitionen, Aufwände einer Projektidee und stellen Sie diese dem Nutzen gegenüber. Vergleichen Sie Kosten und Nutzen für das laufende und das kommende Jahr. Die Differenz zeigt Ihnen an, welches Budget Sie zusätzlich bean- tragen müssen.

3. Schritt: Messen Sie die Risiken des Projekts

Nicht alle Projekte enden mit dem angestrebten Ergebnis: Erstellen Sie daher eine Risiko-Checkliste, anhand deren alle Projekte bewertet werden können. Die Checkliste hilft Ihnen, Risiken abzuschätzen und zu vergleichen. Formulieren Sie einheitliche Fragen an alle Projektideen. Ordnen Sie allen Ja- und Nein-Antworten eine Punktzahl zu, die angibt, wie hoch Sie das Risiko einschätzen (Vorschlag für Gewichtung: 1 sehr geringes Risiko, 4 sehr hohes Risiko).

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