Lassen Sie sich nicht verunsichern!...
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Lassen Sie sich nicht verunsichern! Die wichtigsten Grundlagen für den Einsatz von Server-Technologien

serverraum.jpg In kaum einem Technologiebereich gibt es so viele Neuerungen und Veränderungen wie beim Einsatz von dienstbasierten Servern. Doch müssen Sie tatsächlich immer auf dem neuesten Stand sein? Drohen Ihnen Wettbewerbsnachteile und teure Nachrüstungen, wenn die gewählte Technologie doch nicht die richtige ist? Diese Horrorszenarien dienen vor allem den Vertriebsingenieuren der Anbieter. Mit dem richtigen Background können Sie die Situation jedoch gelassen einschätzen.

Der Begriff „Server“ wird im IT-Bereich sehr unterschiedlich verwendet. Egal in welchem Zusammenhang, gemeint ist immer ein zentrales System (Hardware und/oder Software), das mehreren Nutzern (Clients) bestimm- te Dienste zur Verfügung stellt. Ein Webserver ist eine spezialisierte Variante, die einen standardisierten Zugriff auf Dateien von jedem Browser aus ermöglicht.

Server: Integrität und bessere Wartbarkeit

Vor der Vernetzung einzelner Computer liefen auf jedem Rechner sepa- rate Anwendungen mit jeweils autarken Daten. Der Datenaustausch geschah über Datenträger. Mit zunehmender Vernetzung fiel diese feste Struktur immer weiter auseinander, denn sie wies erhebliche Nachteile auf:

■ Die Integrität der Daten auf den einzelnen Arbeitsplätzen konnte nicht oder nur durch erhebliche organisatorische Maßnahmen gewährleistet werden. Die Änderung einer Datei oder einer Datenbank musste mühsam auf allen Systemen synchronisiert werden. Gleichzeitige Änderungen gingen häufig verloren.

■ Eine eventuelle Wartung der Software musste auf allen Systemen ein- zeln durchgeführt werden. Wurde mit verschiedenen Versionen gearbei- tet, waren Inkompatibilitäten die Folge. Auch bei einem Umstieg auf ein komplett anderes Programm mussten die notwendigen Arbeiten an allen Einzelstationen durchgeführt werden.

■ Ein Datenzugriff auf die Daten anderer Rechner war nur durch physi- schen Austausch von Datenträgern möglich.

Allerdings gibt es in Netzwerken, die nicht strategisch aufgebaut und schlecht geplant sind, sehr viele Fehlerquellen:

■ Wo liegen die Daten?

■ Wie viele Kopien gibt es?

■ Wer darf auf welche Daten zugreifen?

■ Wo sind die Programme installiert?

Mehr als nur ein zentraler Speicher

Diese Fragen lassen sich nur mit einem Managementsystem beantworten. Und genau das bietet Ihnen eine Server-Technologie. Es handelt sich also nicht nur um ein zentrales Speichermedium, sondern um ein intelligentes System, das Zugriffe steuert, Antworten zusammenstellt, in das richtige Format bringt und Programme zur Ausführung bereithält.

Natürlich ist es unmöglich, dass es für all diese Aufgaben das eine opti- male Produkt gibt. Vielmehr existieren spezialisierte Systemlösungen, die genau definierte Aufgaben erfüllen.

File-Server: Liefert Ihnen Rohdaten für die weitere Bearbeitung

Die einfachste Stufe der Server-Technologie ist ein sogenannter File- Server. Da ein Server immer ein zentrales System ist, wird häufig auch die Hardware, auf der das Server-Programm läuft, als Server bezeichnet. Das ist allerdings nicht ganz richtig, denn die Funktion wird einzig und allein durch die Server-Software bestimmt.

Auf einem File-Server können Sie Dateien (z. B. Word-Dokumente, Excel-Tabellen, Präsentationen) ablegen. Alle Clients können nun diese Dateien herunterladen und mit den passenden Programmen verarbeiten.

Hinweis:
Der Begriff Client wird noch vielseitiger verwendet als der Begriff Server. Ein Client kann der Benutzer sein, der auf den Server zugreift, der Rech- ner, mit dem er auf den Server zugreift aber auch das Programm, das den Zugriff ausführt. Im Folgenden wird letztere Definition genutzt, weil es die beiden anderen mit einschließt.

Alle Zugriffe auf einen Server verwenden genau definierte Zugriffsproto- kolle. Auf einen File-Server greift der Client über das ftp-Protokoll zu (file transfer protocol). In den meisten Fällen ist der Client ein Browser wie Firefox, Opera, Chrome oder Internet Explorer.

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