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Fernwartung: Mit diesen Lösungen verringern Sie die Ausfallzeiten

weblock_firewall.jpg Als Betriebsleiter wissen Sie: Eine kleine Störung kann gravierende Folgen nach sich ziehen – bis hin zum Ausfall eines kompletten Systems. In einem solchen Moment heißt es, schnelle Lösungen zu finden, um den finanziellen Schaden zu begrenzen. Eine dieser Lösungen könnte Fernwartung heißen.

Bei einer Fernwartung greift ein Mitarbeiter auf ein System, eine Maschine oder eine Anlage zu, ohne selbst anwesend zu sein. Dafür nutzt er bestehende Verbindungen über Internet, Telefonleitungen oder Mobil- funknetze. Fernwartung ermöglicht es Ihnen, sich bei einer Störung sofort Hilfe von einem Servicetechniker zu holen, ohne dass dieser anreisen muss. Ihr Betrieb spart so Zeit und Geld.

Diese Systemlösungen gibt es bei der Fernwartung

1. Fernwartung über Telefon

Die gängigste Form der Fernwartung wird über Telefon mit Dial-in/Remote- Access-Lösungen (RAS) realisiert. Remote Access Service (RAS) ist ein Dienst für den Zugriff auf einen Computer oder ein Netzwerk aus der Ferne. In der Regel findet eine Einwahl über Analogmodem oder ISDN statt.

2. Fernwartung über Internet

Als Alternative zu Dial-in/Remote-Access-Lösungen können Sie auf VPN Technik zurückgreifen. Mit VPN (Virtual Private Network) haben Sie die Möglichkeit, ganze Unternehmensstandorte über das Internet zu koppeln, anstatt Standleitungen zu verwenden.

Der Servicetechniker ist von seinem PC aus über Internet mit der Maschine verbunden. Dabei setzt er wahlweise Modem-, ISDN-, Mobilfunk- oder DSL-Verbindungen ein. Die Maschine hat einen eigenen Internetzugang, in der Regel über ein lokales Netzwerk. Mit der VPN-Technik wird ein virtueller Tunnel zwischen Service- techniker- PC und Maschine geschaltet.

3. Fernwartung über Mobilfunk

Fernwartung über Mobilfunk erfolgt in der Regel in Kombination mit dem Internet. Der Servicetechniker stellt die Verbindung zum Mobilfunknetz her und bekommt den Zugriff auf das Internet freigeschaltet. Dann wird eine VPN-Verbindung zur Gegenstelle hergestellt. Mobilfunk als Wählleitungs- ersatz ist noch nicht häufig anzutreffen. Die Verbindungsentgelte sind zu hoch und die Bandbreite ist – anders als beim Telefon – begrenzt.

Achtung: Die Sicherheit der Daten steht an erster Stelle

Egal, wie Sie Ihre Systeme oder Anlagen fernwarten: Die Sicherheit vor dem unerlaubten Zugriff auf Daten Ihres Betriebs durch den Service- techniker steht an oberster Stelle. Das können Sie gewährleisten, indem Sie dem Techniker lediglich einen eingeschränkten Zugriff auf den Speicher der Steuerung ermöglichen.

Bei einer aufgetretenen Störung rufen Sie die Wartungsfirma an. Der Servicetechniker unterrichtet Sie, dass Sie den Wartungs- zugang freischalten müssen. Sie führen die Freischaltung durch. Der Techniker hat damit Zugriff auf das System. In der Regel sperren sich solche Freigaben nach einer Leitungsunterbrechung bzw. nach einer fest eingestellten Zeit automatisch. Vermeiden Sie in jedem Fall eine dauerhafte Freigabe.

Bei größeren Datenmengen brauchen Sie einen Wartungsserver

Erst bei der Übertragung von sehr großen Datenmengen sollte Ihr Betrieb über die Einrichtung eines Wartungsservers nachdenken. Das gilt auch dann, wenn Sie sehr viele unterschiedliche Wartungseinheiten haben. Auf dem Wartungsserver läuft die gesamte Wartungssoftware. Der Daten- austausch findet ausschließlich zwischen Server und Wartungseinheit statt. Der Servicetechniker führt lediglich die Befehle für die Fernbedienung aus.

Der Vorteil: Die Kommunikation läuft über das Internet ab und bietet damit sämtliche Möglichkeiten der Verschlüsselung und Authentifizierung. In diesem Fall ist aber eine bestimmte Software notwendig. Diese muss zwar das Herunterladen bestimmter Konfigurationen ermöglichen, darf aber nicht die Veränderung der Daten selbst zulassen.

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