Das bedeuten die Änderungen der Produkthaftun...
  • Seite
  • 1

Das bedeuten die Änderungen der Produkthaftung durch das Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz für Sie

zahnraeder_mit_bauplaenen.jpg Mit der Erweiterung des Produktfehlerbegriffs

  • erweitern sich auch die Anforderungen, die die Unternehmen bezogen auf ihr Produkt erfüllen müssen, um es am Ende als „fehlerfrei“ in den Verkehr bringen zu können,
  • müssen die Unternehmen zusätzliche Maßnahmen ergreifen, um Pro- dukthaftungssituationen, die Schadenersatzforderungen gegen das Unternehmen begründen können, zu vermeiden.

Nachfolgend werden die neuen Anforderungen sowie die zu ergreifenden Maßnahmen in den bekannten Fehlerkategorien aufgezeigt.

Was jetzt als Konstruktions- oder Fabrikationsfehler gilt

§ 22 Abs. 2 Nr. 1 KrW-/AbfG bestimmt, dass im Rahmen der erweiterten Produktverantwortung Erzeugnisse so zu entwickeln sind, dass sie nach Gebrauch zur ordnungsgemäßen und schadlosen Verwertung sowie um- weltverträglichen Beseitigung geeignet sind. Damit dehnt sich die Kons- truktions- und Fabrikationspflicht, die – wie oben gezeigt – bisher nur auf die Verwirklichung einer Gebrauchssicherheit gerichtet war, auf die Ver- wertungs- und Beseitigungssicherheit aus.

Demzufolge ist bereits in der Produktentwicklung darauf zu achten, dass durch geeignete Materialwahl ein möglichst einfaches und gefahrloses Recycling oder Beseitigen des Produktes nach dessen Gebrauch gewähr- leistet wird. Stoffe, die zwar als gebrauchssicher einzustufen sind, aber in Recycling- und Beseitigungsprozessen ein Gefahrenpotenzial eröffnen, können demnach zu einer Haftung des Herstellers führen, wenn er sie in zumutbarer Weise durch ungefährlichere Stoffe hätte ersetzen können.

Gefährliche Materialien Nutzt ein Hersteller z. B. schwermetallhaltige Beschichtungen, um strahlungsarme Bildschirmröhren zu produzier- en, so mögen diese für den Gebrauch des Produktes von Vorteil sein. Allerdings würden sie das Recycling bzw. die Beseitigung er- schweren, für die Demonteure eine Gesundheitsgefährdung bedeu- ten und eine Produkthaftung begründen.

Ähnliches gilt für Quecksilber in Fieberthermometern oder FCKW in Kühlungseinrichtungen.

Auch bei der Materialbearbeitung ist eine möglichst hohe Recycling- oder Beseitigungssicherheit anzustreben. Darüber hinaus muss auch bei der Zusammenfügung verschiedener Materialien im Produkt darauf geachtet werden, dass sich diese zum Zweck von Recycling oder Beseitigung einfach und gefahrlos trennen lassen.

Bei Materialprüfungen und Produkterprobungen vor Aufnahme der (Serien-) Produktion muss ebenso überprüft werden, ob die gesamte Konstruktion ein möglichst einfaches und – für Mensch und Anlage – gefahrloses Zerlegen, Recyceln oder Beseitigen gewährleistet.

Die Stabs-Projektorganisation

Bei der Stabs-Projektorganisation, auch als Einfluss-Projektmanagement bezeichnet, ist der Projektleiter direkt der Unternehmensleitung unter- stellt. In Stabsfunktion koordiniert er den Projektverlauf, hat jedoch keine Entscheidungskompetenz. Gegenüber den Projektmitarbeitern hat er keine Weisungsbefugnis, denn diese bleibt bei den Linienverantwort- lichen.

Sind Sie Projektleiter in der Rolle eines Stabes, haben Sie demnach keine festen Mitarbeiter und schon aus diesem Grund eine relativ schwache Position. Sie sind auf das Wohlwollen der Leute in den Abteilungen und auf die Unterstützung eines starken Chefs angewiesen. Die Nähe zur Unternehmensleitung und Ihre fachliche Kompetenz in Projektfragen verschafft Ihnen allerdings eine gewisse Autorität.

Experten-Tipps per E-Mail erhalten
Sichern Sie sich die besten Praxistipps zur Planung, Überwachung und ständigen Optimierung Ihrer Produktionsprozesse.

Datenschutzhinweis


 
 
Dieser Artikel ist nur für registrierte Nutzer zugänglich.