Die Aufbauorganisation Ihres Unternehmens...

Die Aufbauorganisation Ihres Unternehmens

34373068-Schachfiguren-mit-Krawatte.jpgDie Mitarbeiter Ihres Unternehmens nehmen jeweils unterschiedliche Teilaufgaben wahr. Wie diese Teilaufgaben koordiniert werden, ist in der Aufbauorganisation geregelt. Die hierarchische arbeitsteilige Gliederung (Über- und Unterordnung) spiegelt sich in einem Organigramm wider. In Ihrer Organisationen gibt es verschiedene Stellen und Abteilungen: Eine Stelle ist eine Organisationseinheit, der festgelegte Aufgaben zugewiesen sind. Sie ist von der Person, mit der sie besetzt ist, unabhängig. Zu den einzelnen Stellen können und sollten Sie Stellenbeschreibungen formulieren.

Checkliste: Werden diese Fragen in Ihrer Stellenbeschreibungen beantwortet?

 Wie wird die Stelle bezeichnet? 
 Welche Ziele sollen verfolgt werden? 
 Welche Einzelaufgaben sollen ausgeführt werden? 
 Welche Kompetenzen des Stelleninhabers sind erforderlich? 
 Wem ist der Stelleninhaber unterstellt? 
 Wer ist ihm unterstellt? 
 Mit welchen Stellen kooperiert der Stelleninhaber? 
 In welche Gremien bringt er sich ein? 
 Wie ist die Höhe des Verdienstes oder die tarifliche Eingruppierung? 
 Wer ist der Stellvertreter? 

In einer Abteilung sind mehrere Stellen zusammengefasst.

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Eine Abteilung wird von einer Instanz (von einem Vorgesetzten) geleitet. Die Instanz ist eine Stelle innerhalb der Abteilung, die den anderen Stellen gegenüber weisungsbefugt ist. Sie müssen 2 Typen von Weisungsbefugnissen unterscheiden:

  • Einliniensysteme
  • Mehrliniensysteme

Beim Einliniensystem erhalten die Mitarbeiter nur von jeweils einer Instanz Weisungen. In der Praxis gibt es durch die Klarheit in den Weisungsbeziehungen selten Abstimmungsprobleme. Es kommt allerdings oft zu einer starken Belastung der Instanz durch Einzelfragen. Werden die Fragen zu speziell, reicht unter Umständen die Sachkompetenz der betroffenen Instanz nicht mehr aus.

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Beim Mehrliniensystem können einzelne Stellen von unterschiedlichen Instanzen Weisungen erhalten. Es kommt zu einer bewussten Überlappung von Weisungsbefugnissen. Gegenüber dem Einliniensystem können die Entscheidungsprozesse durch die Spezialisierung der Vorgesetzten beschleunigt werden. Bedenken Sie aber die Folgen von langwierigen Abstimmungsproblemen, die in dieser Organisationsform naturgemäß häufig auftreten können.

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Des Weiteren muss die Autonomie der Entscheidungen von Organisationseinheiten betrachtet werden. Auch hier sind zwei Organisationsformen zu unterscheiden:

  • Zentralisation
  • Dezentralisation

Dezentralisation beschreibt die Tendenz, Entscheidungsaufgaben an nachgeordnete Organisationseinheiten zu übertragen. Durch Delegation werden die Befugnisse und somit auch die Verantwortung der Mitarbeiter erweitert. Zentralisation ist das Gegenteil: Es handelt sich dabei um die Zusammenfassung aller Entscheidungsaufgaben auf der obersten Führungsebene. In der Praxis werden meist beide Organisationsformen sinnvoll kombiniert, also einige Entscheidungsbefugnisse werden dezentral zugewiesen, andere bleiben zentralisiert.

Ein mittelständisches Unternehmen fertigt hydraulische Hebebühnen. Die Entscheidung, von welchen Zulieferern Bauteile bezogen werden, nimmt die Produktionsabteilung eigenständig vor. Zentral werden von der Unternehmensleitung die Aufgaben erledigt, die für das Unternehmen von großer Bedeutung sind, wie etwa die Festlegung der Unternehmensstrategie oder die Vorgabe übergeordneter Unternehmensziele und die langfristige Investitions- und Finanzierungspolitik.
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