Wann Ihnen wegen Frau Holle der Lohn gekürzt ...
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Wann Ihnen wegen Frau Holle der Lohn gekürzt wird

geld_in_schraubenschluessel.jpg Der Winter ist da. Nun müssen Sie täglich damit rechnen, dass Sie wegen Schnee und Eis verspätet oder gar nicht an Ihren Gefahrstoff-Arbeitsplatz kommen. Die versäumte Arbeitszeit brauchen Sie
nur in ganz bestimmten Fällen nachzuarbeiten.

Zuerst die gute Nachricht: Grundsätzlich sind Sie nicht verpflichtet, bei Verspätung nachzuarbeiten.

Die schlechte Nachricht: Wer keine Arbeitsleistung erbringt, hat auch keinen Anspruch auf Lohn oder Gehalt.

Ausnahmen

In diesen Fällen muss Ihr Chef den Lohn zahlen, auch wenn Sie keine Arbeitsleistung erbringen:

Bei

■ Krankheit und Feiertagen nach dem Entgeltfortzahlungsgesetz,

■ Urlaub gemäß Bundesurlaubsgesetz,

■ Schutzzeiten nach dem Mutterschutzgesetz,

■ betrieblich bedingtem Arbeitsausfall z. B. durch Bruch der Rohrleitungen wegen Kälte.

Kommen Sie wegen schlechter Witterung nicht oder später zur Arbeit, brauchen Sie in diesen Fällen nicht nachzuarbeiten:

■ unpassierbare Straßen wegen Schneefall, Schneeverwehungen oder Lawinen

■ Glatteis

■ unpassierbare Straßen wegen Erdrutsch oder Sturmschäden

■ Ausfall der öffentlichen Nahverkehrsmittel aufgrund der Witterung

■ Überschwemmungen

Grundsätzlich gilt: Das Wegerisiko trägt der Mitarbeiter. Kommt er nicht zur Arbeit, erhält er auch keine Vergütung.

Bieten Sie Ihrem Chef an, die versäumte Arbeitszeit nachzuarbei- ten. Wenn er die von Ihnen angebotene Arbeitsleistung nicht an- nimmt, haben Sie Anspruch auf Lohnfortzahlung.

Gabriele Janssen

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