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Aus alt mach neu – nutzen Sie jetzt in diesen 3 Schritten alle Vorteile von „Retrofit“

zahnradgebilde.jpg Wenn es um die Instandsetzung von älteren Pro- duktionsanlagen und Maschinen geht, fällt oft das vorschnelle Urteil: „Das lohnt sich doch gar nicht mehr!“ Doch bevor Sie Ihre alten Anlagen verschrot- ten, sollten Sie überlegen, ob ein „Retrofit“ nicht die bessere Lösung ist.

Retrofit als Bestandteil Ihrer Instandhaltungsstrategie

Retrofit ist besonders effektiv, wenn Sie darunter nicht nur die einmalige Überholung einer Anlage verstehen, sondern ein systematisches Vor- gehen. Wenn Sie nach der Philosophie „Erhalten statt Ersetzen“ handeln, ändert sich auch Ihre gesamte Instandhaltungsstrategie.

Wenn Sie eine Anlage abgeschrieben haben (der Begriff bezeichnet hier nicht den buchhalterischen Aspekt), fahren Sie auch die Instandhaltung auf ein Minimum zurück. Gerade durch diese reduzierte Instandhaltung treten aber, zusammen mit der ohnehin verringerten Leistungsfähigkeit, immer häufiger Ausfälle und Störungen auf.

Der Großteil einer Anlage ist nicht leistungsrelevant

Eine Produktionsanlage ist ein komplexes und inhomogenes System. Einige Teile altern schneller als andere, und die Leistungsfähigkeit einer Maschine wird meist nur durch wenige Komponenten wesentlich bestimmt.

Bei einer Drehmaschine sind das Hauptlager sowie die Genauigkeit des Backenfutters und der Führungsschlitten maßgeblich für die Qualität der Maschine. Bei der Masse der übrigen Teile handelt es sich um statische Bauteile.

Vorteile durch den Einsatz von Retrofit

Bei der Entscheidung, ob eine alte Anlage verbleibt oder eine neue zum Einsatz kommt, wird häufig die momentane reduzierte Leistungsfähigkeit mit der sehr hohen Anfangsleistung des neuen Systems verglichen. Hier kommt es zu 2 gravierenden Fehlern:

1. Es wird eine tatsächliche Situation mit einer spekulativen verglichen, denn wie sich die neue Anlage tatsächlich verhält, zeigt erst die Praxis.

2. Es wird ein nahtloser Übergang unterstellt. Planung, Installation, Inbe- triebnahme und Anlaufprobleme lassen sich zu diesem Zeitpunkt nicht konkret benennen, bilden aber ein großes Risiko.

Halten Sie dem die Vorteile einer Anlagenrenovierung gegenüber:

  • keine Schulungen und Eingewöhnungsphasen beim Personal
  • keine baulichen Veränderungen im Produktionsbereich (neue Fundamente, neue oder geänderte Versorgungsleitungen)
  • Wegfall der hohen Investitionskosten
  • keine langfristigen und schwer kalkulierbaren Produktionsausfälle
  • Das Ersatzteillager muss nicht vollständig neu aufgebaut werden, und Sie können die noch vorhandenen Komponenten weiter nutzen.
  • Es müssen keine neuen Werkzeuge und Messgeräte angeschafft werden.
  • Die Demontage und Entsorgung der Altanlagen entfällt.
  • Sie arbeiten auch weiterhin mit einem bekannten Qualitätsstandard, den Sie schrittweise und ohne große Stillstände verbessern können.

So wird Retrofit bei Ihnen Realität

Begreifen Sie Retrofit nicht als einmaligen Vorgang, sondern etablieren Sie ihn als kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP). Gehen Sie dazu schrittweise vor.

1. Schritt: Analysieren Sie Teilbereiche der Fertigungsanlagen und einzelne Maschinen

  • Welche Maschinenteile sind für die Leistungsfähigkeit des Gesamt- systems ausschlaggebend?
  • Wo gibt es Schwachstellen in der Qualität und in der Funktionalität?
  • Welche Komponenten haben einen Einfluss auf Störungen und Ausfälle?
  • Gibt es Maschinenteile, für die es keine Ersatzteile mehr gibt? Ein Tausch dieser Einheit löst dieses Problem.

2. Schritt: Erstellen Sie Ihr Pflichtenheft

  • Welche Funktionen hätten Sie gern, die in der alten Anlage fehlen?
  • Welche Eigenschaften möchten Sie in welchem Maßstab verbessern (Energieeffizienz, Ausfallsicherheit, Lärmemission etc.)?

3. Schritt: Entwickeln Sie Maßnahmen, um Ihre Ziele zu erreichen

Häufig werden auch von Anlagenbauern Standardkomponenten eingekauft und in ihre Systeme integriert.

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