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So nutzen Sie die FMEA-Analyse für Ihre Instandhaltung

16341346-meister-und-lehrling.jpgMit der Fehlermöglichkeits- und einflussanalyse (FMEA) sollen Schwachstellen im Entwicklungs- und Produktionsprozess aufgedeckt werden. Das systematische Vorgehen lässt sich aber auch sehr gut auf den Bereich der Instandhaltung übertragen.

Neben diesem klar definierten Ablauf bietet die FMEA auch eine Formel für die Berechnung des Risikopotenzials einer möglichen Fehlerquelle.

Führen Sie eine FMEA in den folgenden Schritten durch:

1. Schritt: Definieren Sie das Ziel

Die genaue Zielsetzung und die Eingrenzung auf ein System sind der Schlüssel zum Erfolg. Nur so können Sie sehen, welche möglichen Fehler diesem Ziel im Weg stehen und es gefährden.

Fehler- und störungsfreier Betrieb der Galvanisierungsanlage.

2. Schritt: Arbeiten Sie die FMEA-Checkliste ab

Bezogen auf Ihre Zielsetzung arbeiten Sie nun alle Punkte der folgenden Checkliste ab:

Strukturieren Sie das System in Subsysteme. 
Definieren Sie die Funktionen der einzelnen Subsysteme. 
Ermitteln Sie alle Fehler, die in den Funktionen der Subsysteme auftreten können. 
Beurteilen Sie das Fehlerrisiko mit Hilfe der Risiko-Prioritätszahl. 
Erarbeiten Sie für die priorisierten Risiken Lösungsvorschläge und Gegenmaßnahmen. 
Überwachen Sie die Wirksamkeit der Maßnahmen für die Vermeidung und die Erkennung der Fehlerursachen und Fehler. 
Beurteilen und bewerten Sie das Restrisiko. 

Formel zur Berechnung der Risiko-Prioritätszahl

Die Wirksamkeit eines Fehlers ist von diversen Faktoren abhängig. Die Risiko- Prioritätszahl (RPZ) versucht, die 3 wichtigsten dieser Faktoren in einer Kennzahl zusammenzufassen. Bewerten Sie für jeden gefunden möglichen Fehler:

Auftrittswahrscheinlichkeit (A): Je höher sie ist, desto wirkungsvoller ist der Fehler. Bewerten Sie diesen Faktor von „1“ (sehr unwahrscheinlich) bis „10“ (höchst wahrscheinlich).

Erkennbarkeit (E): Ein Fehler, den Sie sehr gut erkennen können, hat seinen Schrecken schon verloren. Für eine sichere Erkennbarkeit vergeben Sie eine „1“, lässt sich der Fehler selbst überhaupt nicht oder erst spät durch Folgefehler erkennen, erhält er den E-Faktor „10“. Alle anderen liegen dazwischen.

Fehlerbedeutung (B): Je gravierender sich der Fehler auswirkt, desto höher ist der B-Wert (1 bis 10). Mit der Formel

RPZ = A x E x B

berechnen Sie nun für jeden Fehler das Risiko und tragen die einzelnen Werte in eine Liste ein. Konzentrieren Sie sich zunächst auf die Fehler mit der höchsten Risiko-Prioritätszahl.

Hinweis:
Auch beim Ermitteln der Gegenmaßnahmen helfen Ihnen die einzelnen Fehlerfaktoren weiter. Ermitteln Sie zusammen in Ihrem Team, wie Sie für jeden Fehler die Auftrittswahrscheinlichkeit verringern, die Erkennbarkeit erhöhen und die Bedeutung minimieren können.

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