Kostenrechnung und Controlling in der Instand...
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Kostenrechnung und Controlling in der Instandhaltung

statistik_mit_rechner_2.jpg Controlling ist ein gutes Instrument, mit dem Sie „schwarz auf weiß” nachweisen können, wie effi- zient die Instandhaltung ist. Betrachten Sie Ihren Bereich als eigenes Unternehmen und berechnen
Sie Ihren Gewinn

Die Sichtweise, dass es in einem Betrieb „produktive” und „unproduktive” Bereiche und Abteilungen gibt, ist nicht richtig. Jede Tätigkeit hat mehr oder weniger direkt einen Einfluss auf die Produktivität eines Unterneh- mens. Nur lässt sich dieser eben in der Instandhaltung schwerer berech- nen als z. B. in der Produktion. Versetzen Sie sich aber in die Lage eines Unternehmers, der Instandhaltungsleistungen anbietet, dann bleibt Ihnen gar nichts anderes übrig, als eine Statistik über Ihre Arbeit zu führen.

Auch als Angestellter und Leiter der Instandhaltung sind Sie letztendlich nur erfolgreich, wenn Sie Gewinne erwirtschaften. Wenn Sie der Ge- schäftsführung eine detaillierte und fundierte Aufstellung aller Kosten und Gewinne präsentieren können, sind Sie auch in der Lage, Maßnahmen durchzusetzen und Ihre Budgets zu erweitern. Die Frage ist: Wie können Sie das Ergebnis Ihrer Arbeit in Zahlen darstellen?

Controlling ist für Sie ein Instrument, mit dessen Hilfe Sie die Unterneh-mensdaten „Ihres Instandhaltungsunternehmens” aus der Finanzbuch- haltung aufbereiten lassen können, um die richtigen Entscheidungen für die Zukunft zu treffen. Sie können Controlling in 3 Bereichen nutzen:

• Planung,

• Kontrolle und

• Steuerung.

Planen Sie mit wichtigen Kennzahlen

In einzelnen Abteilungen wird oft keine strategische Planung eingesetzt, weil die alltäglichen Dinge keine Zeit dazu lassen. Mit den Werkzeugen des Controllings sind Sie in der Lage, Ihre Planungen zu Kosten, Umsatz oder Ertrag in Zahlen zu erfassen. Damit legen Sie die Grundlage für eine systematische Planung. Dabei ist es für Sie vollkommen ausreichend, die Planzahl für das laufende Jahr sowie für die kommen 3 Geschäftsjahre zusammenzustellen.

Dabei sollten Sie mindestens die folgenden Kennzahlen erfassen:

• Kosten (z. B. Personal, Einkauf von Ersatzteilen, Produktionsausfälle, Werkzeuge)

• Umsatz

• Deckungsbeitrag

• Ertrag

Die einzelnen Planzahlen (Kosten/Ertrag) ergeben sich aus Teilplänen, die Sie entweder vorgeben oder in Abstimmung mit Ihren Mitarbeitern fest- legen.

Wie hoch ist der Gewinn Ihrer Instandhaltung?

Im Gegensatz zu den Kosten sind die Gewinne in der Instandhaltung relativ schwer zu ermitteln. Ihr Gewinn ist die Vermeidung von Kosten. Dazu brauchen Sie folgende Kennzahlen:

• Was kostet der Stillstand be¬stimmter Maschinen?

• Wie wirkt sich der Ausfall einer Anlage auf die Produktivität aus?

• Welche Auswirkungen hat die mangelhafte Leistung eines Systems?

Je mehr Zahlen Sie sammeln, desto leichter ist es anschließend für Sie, ein effizientes Controlling zu etablieren. Das lässt sich aber nicht von heute auf morgen erreichen. Auch wenn Sie noch nicht genau wissen, was eine bestimmte Ausfallzeit kostet, ist es sinnvoll, die Daten dafür zu erheben, um deren Entwicklung im Blick zu haben.

Chronologischer Vergleich: Sie zeichnen alle Kosten und alle Ausfallzeiten auf und schätzen die Verluste, die durch den Einsatz von Anlagen im nicht-optimalen Betriebsbereich entstehen. Diese Zahlen vergleichen Sie halbjährlich oder jährlich.

Betriebsübergreifender Vergleich: Eine weitere Möglichkeit ist der Ver- gleich Ihrer Zahlen mit denen verbundener Betriebe (Lieferanten, Ge- schäftsstellen) oder branchenfremder Unternehmen mit ähnlicher technischer Infrastruktur.

Aus der betriebswirtschaftlichen Auswertung (BWA) Ihres Betriebes erhalten Sie Informationen darüber, wie sich wichtige Unternehmens- kennzahlen etwa im Vergleich zum Vormonat, zum Quartal oder zum Vor- jahr entwickelt haben. Am einfachsten ist dies, wenn Ihre Buchführung mit Kostenstellen arbeitet und die Kosten für die Instandhaltung einzeln auflistet.

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