Ausbildung in der Instandhaltung...
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Ausbildung in der Instandhaltung

16341346-Meister-und-Lehrling.jpg Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes beliefen sich die Ausgaben für die Instandhaltung in Deutschland im Jahr 2005 auf 175 Milliarden € (Quelle: VFI-VDMA, Fraunhofer IML und WZL, 03/2006). Wenn man auch die indirekten Kosten einbezieht, die z. B. durch Maschinenausfälle entstehen, erhöht sich diese Summe um das 3- bis 5fache. Die Instandhaltungskosten machen demnach ca. 40 % der gesamten Unternehmenskosten aus.


Mangelhafte Instandhaltung kann die Unternehmensexistenz gefährden

Die Folgen einer unzureichenden Instandhaltungspolitik sind gravierend:

  • Steigende Ausfallzeiten
  • Qualitätseinbußen
  • Hohe Reparaturkosten
  • Rückrufaktionen
  • Imageverluste

Nur mit hochqualifizierten Mitarbeitern bewältigen Sie diese Herausforderung

Für den Aufbau eines effizienten Instandhaltungsmanagements bzw. für den Umbau der Instandsetzung hin zur Instandhaltung benötigen Sie qualifizierte Mitarbeiter mit speziellem Know-how. Gerade im Instandhaltungsbereich gibt es aber keine definierten Ausbildungsberufe. In der Regel handelt es sich um Techniker und Ingenieure, die sich in der Praxis in die Materie eingearbeitet haben. Die Basis bildet dabei aber immer das ausschließlich technische Wissen aus dem jeweiligen Fachgebiet (Maschinenbau, Elektrotechnik, Verfahrenstechnik etc.).

In diesen Studiengängen werden aber zumeist allgemeine Managementtechniken ebenso wenig vermittelt wie die Grundlagen von Instandhaltungsstrategien und Methoden der Risiko- und Ausfallanalyse. Gefragt ist also eine aufbauende Weiterbildung, z. B. zum Instandhaltungsmanager.

Die Schweiz als Vorbild

Dass es auch anders geht, können Sie bei unseren Nachbarn in der Schweiz sehen. Der Branchenverband für Instandhaltung und Facility Management „Maintenance and Facility Management Society of Switzerland” (MFS) hat schon in den 90er Jahren anerkannte Ausbildungsgänge etabliert. Mittlerweile bieten zahlreiche Bildungsinstitute eine Weiterbildung zum Instandhaltungsfachmann (IHF) oder Instandhaltungsleiter (IHL) an.


Instandhaltung in 3 Hierarchien

Die Basis für den Einstieg in die 3-stufige Hierarchie des Instandhaltungsmanagements bildet in der Schweiz eine abgeschlossene technische Berufsausbildung, z. B. als Elektrotechniker, Heizungs-, Klima- und Lüftungstechniker oder Mechatroniker. Darauf aufbauend erfolgt in der ersten Stufe die Ausbildung zum Instandhaltungsfachmann.


Berufsbild Instandhaltungsfachmann

Der Instandhaltungsfachmann ist ein gut ausgebildeter Fachmann mit Erfahrungen im Bereich Instandhaltung, der so viele Kenntnisse besitzt, dass er Instandhaltungsarbeiten selbstständig ausführen kann. Er kennt seine Grenzen und zieht im entscheidenden Fall den Fachspezialisten hinzu. Dabei soll er diesen mit den notwendigen Informationen aus seinem Fachbereich unterstützen, damit eine Problemlösung im Team möglich wird. Das Aufgabenspektrum erstreckt sich von der reinen Umsetzung bis hin zur Koordination der Tätigkeiten.

Die 2. Stufe der Instandhaltungshierarchie wird in der Schweiz mit diplomierten Instandhaltungsleitern besetzt. Deren Aufgabengebiet erstreckt sich von der Koordination bis hin zur Führung.


Berufsbild Instandhaltungsleiter

Der Instandhaltungsleiter ist eine Führungskraft mit Erfahrung in der Instandhaltung, die mit ihren Kenntnissen in allen unternehmerischen, fachlichen und personellen Belangen eine Instandhaltungs-Organisation selbstständig und kostenbewusst leiten kann. In ihrer Funktion ist sie der prozessorientierte Ansprechpartner für das Management und die Fachleute vor Ort.

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