Tod aus Tonerkartuschen...
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Tod aus Tonerkartuschen

biohazard.jpg Titel wie dieser verunsichern immer wieder Beschäf- tigte, die mit Laserdruckern und Kopierern arbeiten. Nach allem, was wir heute über Tonerstäube wissen, müssen Sie sich keine Sorgen machen, wenn Sie bestimmte Regeln beachten.

Hintergrund für diese Meldungen sind jedoch Ergebnisse von Tierexperi- menten. In diesen Untersuchungen hat Tonerstaub eine krebserzeugende Wirkung gezeigt. Dabei ging es aber um Raumluftbelastungen von mehr als 60 Mikrogramm pro Kubikmeter.

Risiko für Beschäftigte gering

Das Risiko für Beschäftigte unter normalen Arbeitsbedingungen, aufgrund von Partikelstaubemissionen durch Drucker, Kopierer oder Tonerstäube an Krebs zu erkranken, ist nach aktuellen Untersuchungen der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) als sehr gering einzustufen. Der Ausschuss für Gefahrstoffe (AGS) hat erst vor kurzem eine Belastung von 60 Mikrogramm pro Kubikmeter als Grenzwert für die Akzeptanz von Tonerstäuben am Arbeitsplatz festgelegt. Erst wenn dieser Wert über- schritten wird, ist ein erhöhtes Krebsrisiko angezeigt.

Diese Einschätzung der BAuA beruht auf den bislang bekannten Belas- tungsdaten. Danach besteht für Beschäftigte im Büro definitiv kein Anlass zur Besorgnis. Dies gilt nach Meinung der BAuA auch für Servicetechniker und Beschäftigte in Recyclingbetrieben, sofern die Staubbelastung durch geeignete Maßnahmen gering gehalten wird.

Nach den bisher bekannten Daten enthält die Raumluft an Büroarbeits- plätzen bei Betrieb von Druckern und Kopierern maximal 7 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter, der in die tiefen Atemwege gelangen kann. Bei Servicetechnikern wurden Konzentrationen bis zu einer Größenordnung von 50 Mikrogramm, beim Recycling von Kartuschen bis zu 60 Mikrogramm pro Kubikmeter gemessen. Damit liegen alle derzeit bekannten Belastung- en im akzeptablen Bereich.

Unterweisen Sie die Beschäftigten im richtigen Umgang mit Toner- kartuschen:

■ Stellen Sie Lasergeräte außerhalb des direkten Arbeitsbereichs von Beschäftigten auf.

■ Vermeiden Sie das Aufwirbeln von Stäuben beim Kartuschen- wechsel.

■ Bei versehentlichen Staubaufwirbelungen sollten Sie diese nicht einatmen und den Raum sofort gut durchlüften.

■ Saugen Sie Tonerstaubreste nur mit einem Staubsauger auf, der über einen geeigneten Filter verfügt. Alternativ nehmen Sie diese mit einem feuchten Tuch auf.

■ Reduzieren Sie die Anzahl der betroffenen Personen und mini- mieren Sie organisatorisch die Einwirkzeit.

■ Prüfen Sie bei Bedarf den Einsatz zusätzlicher Staubfilter an Druckern und Kopierern.

Holger Kück

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