Energie einsparen in der Intralogistik: Mit d...
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Energie einsparen in der Intralogistik: Mit diesen 2 Maßnahmen sparen Sie bares Geld

energiesparlampe_turbine.jpg Energie kostet Geld. Ein durchschnittlich automati- siertes Distributionszentrum verbraucht jährlich ca. 1 Mio. kWh Strom. Und die Preise dafür steigen. Deshalb ist es in Ihrem Interesse, auch in der Intralogistik Ihres Betriebs jedes Einsparpotenzial auszuloten.

Voraussetzung dafür ist, dass Sie sich zunächst einen Überblick darüber verschaffen, wie viel Energie Sie in der Intralogistik überhaupt verbrau- chen. Haben Sie den Ist-Zustand in Bezug auf den Energieverbrauch erhoben und bewertet (siehe „Betriebsleitung aktuell“ 11/2010), können Sie Maßnahmen zur Verbesserung der Energiebilanz Ihres Betriebs initiieren.

Mit diesen 2 Maßnahmen reduzieren Sie den Energieumsatz

1. Sie steigern die Energieeffizienz:

So können Sie z. B. effizientere Motoren einsetzen, um eine bessere Nutzung der eingesetzten Energie zu gewährleisten. Eine Steigerung der Energieeffizienz ist fast ausnahmslos mit Neuinvestitionen verbunden, die sich in der Regel allerdings relativ schnell durch die geringeren Energiekosten amortisieren.

2. Sie verringern den Energiebedarf:

Das ist z. B. möglich, indem Sie

■ die Nutzungsdauer reduzieren. Das bedeutet: Sie betreiben bestimmte Maschinen und Anlagen nur dann, wenn sie tatsächlich benötigt werden. Alternativ verzichten Sie auf den Einsatz bestimmter Geräte;

■ die Leistung reduzieren: Nicht immer ist nämlich die volle Leistung für einen bestimmten Prozess oder Zustand notwendig.

Eine Verringerung des Energiebedarfs ist ohne kostenintensive Neuinves- titionen möglich, bleibt in seiner Wirkungskraft allerdings auch häufig eingeschränkt.

3 Beispiele für die Verbesserung der Energieeffizienz in der Intralogistik

Beispiel 1: Setzen Sie auf Energierückgewinnung

Vor dem Hintergrund der prognostizierten Energieknappheit liegen große Potenziale in der Energierückgewinnung. Das heißt: Wird beim Bremsen oder Absenken Energie freigesetzt, wird diese über eine Rückspeiseein- heit zurück in das Stromnetz gespeist. Alternativ wird die freiwerdende Energie nicht erst in das Netz eingespeist, sondern kann gleich wieder genutzt werden.

Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass genügend Speicherkapazität vorhanden ist, um die anfallende Energie auch aufnehmen zu können.
Ist das nicht der Fall, besteht die Gefahr, dass die Bewegungsenergie in Wärme umgewandelt wird.

Falls es möglich ist, sollten Sie die frei werdende Energie nicht zwischenspeichern, um sie später erst zu nutzen. Zwangsläufig fallen dabei Verluste an. Sinnvoller ist es, die Energie direkt wieder zu nutzen, um Umwandlungsverlusten vorzubeugen oder diese zumindest auf ein Minimum zu reduzieren.

Hinweis:
Sie können den Effekt des Energieausgleichs noch verstärken, indem Sie Fahr- und Hub-Bewegungen aufeinander abstimmen.

Beispiel 2: Setzen Sie auf energieeffizientere Motoren

Energiesparende Motor- und Antriebstechniken der Klassen IE2 (hoher Wirkungsgrad) und IE3 (Premium-Wirkungsgrad) sind vor allem für den Dauerbetrieb geeignet. Auch wenn die Anschaffung teuer ist: Die Inves- titionskosten betragen – bezogen auf die Motorlebensdauer – nur wenige Prozentpunkte und amortisieren sich in kurzer Zeit über die eingesparten Energiekosten.

Achtung:
Bei sehr häufigen Starts und Stopps sollten Sie den Einsatz von IE2- und IE3-Motoren überdenken. Motoren mit höherer Energieeffizienz haben üblicherweise eine größere Masse. Daher benötigen sie mehr Energie zum Beschleunigen.

Beispiel 3: Reduzieren Sie Leerfahrten

Nicht immer lassen sich niedrigere Energiekosten allein durch Neuinves-titionen erreichen. Häufig kommen Sie auch einfacher ans Ziel. In vielen Betrieben werden auch heute noch viele Leerfahrten z. B. mit Flurförder-zeugen gemacht, die sich bei einer besseren Planung zu einem großen Teil vermeiden ließen.

Energiekosten lassen sich in manchen Fällen auch durch das Herunterfahren von Intralogistik-Anlagen sparen.

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