Jetzt wird die Gefahrgutverordnung aufgrund d...
  • Seite
  • 1
  • 2

Jetzt wird die Gefahrgutverordnung aufgrund des ADR 2011 geändert

biohazard.jpg Vor 2 Jahren trat sie rückwirkend zum 1.1.2009 in Kraft, jetzt wird sie rückwirkend zum 1.1.2011 ge- ändert: die Gefahrgutverordnung Straße, Eisenbahn und Binnenschifffahrt (GGVSEB). Durch das neue ADR 2011 tragen alle an der Gefahrgutbeförderung Beteiligten mehr Verantwortung. Haben Sie als Gefahrgutbeauftragter bereits geprüft, wer in Ihrem Betrieb welche Pflichten nach dem ADR 2011 zu erfüllen hat? Durch die neue Funktion des „Entladers“ werden einige beauftragte Personen entlastet. Damit Sie Aufgaben als beauftragte Person im Rahmen der Beförderung gefährlicher Güter deligieren und/oder wahrnehmen können, müssen Sie die Pflichten genau kennen. Wir haben für Sie zusammengestellt, welche Pflichten neu hinzugekommen sind und wo es grundlegende Änderungen gibt.

Neue Pflichten für alle Beteiligten

Absender, Auftraggeber des Absenders, Beförderer, Empfänger, Verlader, Verpacker, Befüller und Entlader sind gemeinsam für die Einhaltung be- stimmter Vorschriften und Regelungen zuständig.

Diese an der Beförderung gefährlicher Güter Beteiligten haben

■ die Vorschriften über die Sicherung zu beachten und insbesondere Plätze, Fahrzeugdepots, Liegeplätze und Rangierbahnhöfe ordnungs- gemäß zu sichern, gut zu beleuchten und, soweit möglich und angemes- sen, für die Öffentlichkeit unzugänglich zu gestalten;

■ dafür zu sorgen, dass

– eine allgemeine Unterweisung nach Kapitel 1.3 ADR von Personen,
die an der Beförderung gefährlicher Güter beteiligt sind, erfolgt;

– die Unterweisung im Bereich Sicherung nach Kapitel 1.10 ADR durchgeführt wird;

– die mit der Handhabung von begasten Güterbeförderungseinheiten befassten Personen unterwiesen werden;

– die Aufzeichnungen über die Unterweisung nach Kapitel 1.3 und 1.10 jeweils 5 Jahre aufbewahrt werden.

Wen Sie unterweisen müssen

Beispiele für Personen, die unterwiesen werden müssen:

■ Kollegen, die gefährliche Güter beladen und entladen

■ Mitarbeiter der Spediteure und Verlader

■ alle an der Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße beteiligten Fahrzeugführer, die nicht im Besitz einer ADR-Schulungsbescheinigung sind

Der Auftraggeber des Absenders

■ hat dafür zu sorgen, dass der Absender bei Beförderung auf in begrenz- ten Mengen verpackte gefährliche Güter unter Angabe der Bruttomasse und auf gefährliche Güter in freigestellten Mengen unter Angabe der Anzahl der Versandstücke hingewiesen wird.

Der Absender

■ hat den Beförderer vor der Beförderung in begrenzten Mengen verpack- ter gefährlicher Güter in nachweisbarer Form über die Bruttomasse der in begrenzten Mengen zu versendenden gefährlichen Güter zu informieren;

■ hat eine Kopie des Beförderungspapiers und der im ADR 2011 festge- legten zusätzlichen Informationen und Dokumentation mindestens 3 Monate ab Ende der Beförderung aufzubewahren.

Der Beförderer

■ hat eine Kopie des Beförderungspapiers für gefährliche Güter und der im ADR festgelegten zusätzlichen Informationen und Dokumentation für einen Mindestzeitraum von 3 Monaten ab Ende der Beförderung aufzu- bewahren;

■ hat dafür zu sorgen, dass die Dokumente im Zusammenhang mit der Beförderung von Güterbeförderungseinheiten (CTU), die begast und vor der Beförderung nicht vollständig belüftet worden sind, diese Angaben enthalten:

– „UN 3359 BEGASTE GÜTERBEFÖRDERUNGSEINHEIT (CTU), 9“ oder

■ „UN 3359 BEGASTE GÜTERBEFÖRDERUNGSEINHEIT (CTU), Klasse 9“;

– das Datum und den Zeitpunkt der Begasung und

– Typ und Menge des verwendeten Begasungsmittels

Experten-Tipps per E-Mail erhalten
Sichern Sie sich die besten Praxistipps zur Planung, Überwachung und ständigen Optimierung Ihrer Produktionsprozesse.

Datenschutzhinweis


 
 
Dieser Artikel ist nur für registrierte Nutzer zugänglich.