Richtiges Arbeiten im Außendienst: So halten ...
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Richtiges Arbeiten im Außendienst: So halten Sie Ihre Mitarbeiter fit und gesund

verkaufsmeeting_geschaeftsleute.jpg Handwerker, Servicetechniker, Kundenberater und viele andere arbeiten mobil. In unserer modernen Dienstleistungsgesellschaft ist der Außendienst längst zur Regel geworden. Mobiles Arbeiten bedeu- tet, an unterschiedlichen Arbeitsorten tätig zu sein, unter Umständen viel reisen zu müssen und mit häufig wechselnden Kooperationspartnern zu tun zu haben.

Hinzu kommt, dass die Kommunikation meist nur noch virtuell per Handy und/oder E-Mail erfolgt. Das Notebook wird neben dem Handy/PDA zur persönlichen Grundausstattung, Auto, Zug, Bahnhöfe, Flughäfen, Rast- plätze und Hotels werden zu Arbeitsplätzen.

Mobiles Arbeiten hat Vor- und Nachteile

Mobiles Arbeiten bringt Autonomie: Der Mitarbeiter kann seine Zeit freier einteilen. Ein leichter Wechsel zwischen geschäftlichen und privaten Kon- takten sowie und wechselnde Aufgaben gelten als große Vorteile. Eine ständige Erreichbarkeit und Bereitschaft zur Arbeitsaufnahme an fast jedem Ort und zu jeder Zeit sind die Normalität. Der Nachteil der gewon- nenen Freiheit ist, unterwegs nicht mal eben das Handy auszuschalten oder abends das Notebook stehen lassen zu können. Möglichst sofortige Reaktionen werden erwartet und sind Teil einer indirekten Leistungs- vorgabe für den Mitarbeiter. Sein Leben wird beschleunigt.

Gefahr durch Stress

Das wiederum bringt Risiken mit sich, die Sie nicht immer sofort erkennen können. Einerseits treten körperliche Belastungen durch möglicherweise stundenlanges Autofahren oder beengtes Arbeiten mit dem Notebook auf. Andererseits bringt die sehr hohe örtliche und zeitliche Flexibilität psych- ische Belastungen mit sich, die zu Stress führen können. Die Folgen dieser Belastungen treten persönlichkeitsübergreifend auf. Auch im privaten Um- feld zeigen sich Folgen: Das Abschalten nach der Arbeit gelingt nicht mehr. Testen Sie mit der Checkliste Ihren Stressfaktor: Je häufiger Sie in dieser Checkliste „Ja“ angekreuzt haben, desto höher ist Ihr Stressrisiko. Sie müssen handeln. Übrigens können Sie diese Checkliste auch bei Mitar- beitern einsetzen, von denen Sie den Eindruck haben, dass stressbe- dingte Probleme auftreten, um einen Einstieg in ein Gespräch zu bekommen.

Maßnahmen zur Stressvorbeugung

Beschaffen Sie für Mitarbeiter im Außendienst Notebooks, die angenehm zu handhaben und nicht übermäßig schwer sind. Auch Firmenwagen müssen nicht unbequem sein.

Planen Sie für Mitarbeiter, die viel unterwegs sind, bewusst Kontakttage oder Meetings ein, um deren persönliche Kommunikation im Betrieb auf- rechtzuerhalten. So werden diese auch weiterhin in das innerbetrieb- liche Geschehen eingebunden. Mitarbeiter unter Stress benötigen ein gutes Zeitmanagement, denn Dauerstress macht krank! Bieten Sie den betroffenen Mitarbeitern Seminare zu Stressbewältigung und Zeitmanage- ment an.

Berufsgenossenschaften und Krankenkassen bieten gute Program- me zur Stressprävention an und übernehmen in der Regel auch die Kosten dafür. Eine Anfrage kann sich für Sie lohnen.

Lassen Sie diesen Mitarbeitern trotz aller Flexibilität ihre Arbeitszeit erfas- sen. Fordern Sie die betroffenen Personen auf, sich zu melden, wenn ihre regelmäßige Wochenarbeitszeit an die 45 Stunden heranreicht. Auf Dauer aber sind bei dieser Wochenarbeitszeit gesundheitliche Probleme vorpro- grammiert.

Holger Kück

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